Zuverdienst - News

Weiterentwicklung des Bremer Zuverdienstes




















Am 24. April 2013 wurde vom Fachausschuss Arbeit der Stadtgemeinde Bremen die Projektgruppe 'Mehr Gewicht für Arbeit und Beschäftigung' eingesetzt. Zielsetzung dieser Projektgruppe ist die Verbesserung von Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen mit Suchterkrankungen im Lande Bremen als Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten der Werkstätten für behinderte Menschen. Im Fokus der Projektarbeit steht dabei die bestehende Landschaft an Beschäftigungsgelegenheiten im Rahmen von Tagesstätten und Werkstätten und insbesondere solche im Zuverdienst.

Bestehende Zuverdienst(modell)projekte im Lande Bremen sind bislang konzeptioniert als a) aktivierende Hilfen und b) Teilhabeleistung im Rahmen der Eingliederungshilfe. Vor dem Hintergrund, dass regelmäßige Beschäftigung bzw. Arbeit im Vergleich zur (stationären und ambulanten) Wohnbetreuung ein größeres Aktivierungspotenzial haben kann, diskutiert die Projektgruppe ebenso, inwiefern Formen der Beschäftigung solche der Wohnbetreuung kompensieren können. Es sei an dieser Stelle jedoch noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass Beschäftigung nicht prinzipiell Wohnbetreuungsleistungen ersetzen soll und kann, sondern vielmehr zur Verstetigung einer selbständigen Lebensführung beitragen kann.

Zur Erreichung dieser Ziele wurde eine Vielzahl an Arbeitsschritten durchgeführt, die im Projektbericht genauer erläutert werden. Konkretes Ziel sollte die Erarbeitung von Vorschlägen für die Ausgestaltung eines zukünftigen Modellprojektes sein. Es wird hier auch der Versuch unternommen, bestehende Zuverdienst-(Modell)Projekte in einen Leistungstyp zu überführen. Die Projektgruppe bestand aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Träger der freien Wohlfahrt, der Kommunen Bremen und Bremerhaven und des Senators für Gesundheit.

Projektbericht
Projektgruppe des Fachausschusses Arbeit und Beschäftigung (2014) Mehr Gewicht für Arbeit und Beschäftigung. Projektbericht zur Umsetzung des Leistungstypen 'Betreute Beschäftigung'. Bremen und Bremerhaven, 20 Seiten. (pdf ...hier...)

Fachtag Zuverdienst in Bremen

„Zuverdienst“ - Chancen zur Teilhabe verbessern!

Tagung am 12.02.14 in Bremen



Fachlich unbestritten ist die Erkenntnis, dass sich Gesundheitszustand, Arbeitsfähigkeit, soziale Einbindung und Lebensqualität psychisch kranker und Suchtkranker Menschen durch die Möglichkeiten der Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung verbessern.

Dennoch bleiben die gesellschaftspolitischen Bemühungen hinter den Erfordernissen zurück. Im Land Bremen sind in den letzten Jahren verschiedene Modellprojekte auf Grundlage des § 11(3) und des § 53 SGBXII nach dem Konzept „Zuverdienst“ entwickelt worden, die sich einer starken Nachfrage gegenüber sehen und vom Ergebnis her erfolgreich operieren. Folgt man den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention, ist es notwendig, Zuverdienst als gleichberechtigt in der „Teilhabe-Kette“anzuerkennen und bundesrechtlich und finanziell abzusichern.

Unter dem Motto „Mehr Gewicht für Arbeit und Beschäftigung“ hat sich seit Mitte 2013 eine Projektgruppe bestehend aus Leistungserbringern und Kostenträgern gebildet, um Vorschläge zur Neuausrichtung des Bereiches Arbeit und Beschäftigung für psychisch kranke und suchtkranke Menschen zu entwickeln. Im Kern geht es dabei um die Einführung eines neuen Leistungstypen „Betreute Beschäftigung“ und den damit verbundenen Änderungen der bisherigen Angebotslandschaft.

Ziel der Fachtagung ist der Austausch über die Bremer Reformvorstellungen und ihre Einordnung in die bundesweite Debatte.

Programm, Flyer und Anmeldung (pdf ...hier…)

Fachtag Zuverdienst in Weinheim

Am 7. und 8. Mai 2013 fand der Fachtag Zuverdienst unter Federführung der BAG Integrationsfirmen e.V. und der Freudenberg Stiftung im Tagungshaus Hermannshof in Weinheim statt. Über 30 Expertinnen und Experten aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft trafen sich, um eine Bestandsaufnahme und einen Ausblick auf die Situation der Zuverdienstangebote für psychisch kranke Menschen in Deutschland vorzunehmen. Es besteht einerseits ein Mangel an niedrigschwelligen, stundenweisen Beschäftigungsmöglichkeiten, andererseits gibt es ein breites Spektrum unterschiedlichster lokaler Modelle.

Zusammen mit der Aktion psychisch Kranke (APK) und Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie (DGSP) sollen die Ergebnisse in einer „Weinheimer Erklärung“ zusammengefasst und verbreitet werden, um die Schaffung gesetzlicher Regelungen für den Zuverdienst voranzutreiben, da die derzeitige Rechtslage die Förderung allenfalls als Ermessensleistung zulässt.

(Text: Freudenberg-Stiftung)

1. Programm 07. und 08.05.2013 (pdf ...hier...)

2. 'Bremer Aktivierungserfolge in eingliederungshilfefinanzierten Beschäftigungsgelegenheiten im Zuverdienst: Ziele, Kennwerte und Auswirkungen auf weitere Leistungen der Eingliederungshilfe'
von Michael Scheer & Anton Bartling (pdf ...hier...)

3. Dokumentation Fachtag Zuverdienst 07./08.05.13 in Weinheim. Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen und Freudenberg Stiftung. (pdf ...hier...)

4. Weinheimer Erklärung (pdf ...hier...)

 
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