Anleitung und Betreuung

Im Rahmen des Beschäftigungsangebotes der GiB steht vor allem die Arbeit selbst im Mittelpunkt. Sowohl vor als auch nach der Beschäftigungsaufnahme werden keine (sozio-) biografischen und vor allem keine diagnostischen Hintergründe der Beschäftigten abgefragt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die unmittelbare Arbeits- und Belastungsfähigkeit eines Beschäftigten nur selten im Zusammenhang mit der medizinischen Diagnostik steht. Vielmehr sind Bereitschaft und Motivation ausschlaggebend. Im Vorfeld werden im persönlichen Gespräch lediglich die individuellen Ressourcen der Interessenten sowie Wünsche und Vorstellungen besprochen und daraufhin – im Zusammenspiel mit betrieblichen Notwendigkeiten – der vorläufige Beschäftigungsbereich und die Regelarbeitszeit ausgelotet und vereinbart. Unmittelbar danach kann mit der Beschäftigung begonnen werden.

Die in Zuverdienstprojekten hergestellten Dienstleistungen und Produkte müssen sich mit denen der Konkurrenten messen lassen. Die Qualität muss stimmen, das wird von den Kundinnen und Kunden einfach erwartet. Die Praxis hat gezeigt, dass im Zuverdienst beschäftigte Menschen nur selten spezifische Vorqualifikationen haben. Mögliche Berufserfahrungen liegen bedingt durch längere Phasen der Arbeits- und Beschäftigungslosigkeit meist schon länger zurück und krankheitsgeschuldete Einschränkungen erschweren immer wieder die Normalisierung bzw. Stabilisierung in Arbeitsumgebungen. Es treten Konflikt-, Überforderungs- und Krisensituationen auf, die dazu führen können, dass Beschäftigte über längere Zeiträume vom Beschäftigungsplatz fernbleiben. Ein Angebotsträger im Zuverdienst muss genau hier Kompensationsleistungen erbringen. Professionelles hauswirtschaftliches und gastronomisches Personal muss sicherstellen, dass sowohl die Qualität als auch die Quantität des Angebots für die Kundinnen und Kunden kontinuierlich sichergestellt sind. Darüber hinaus sind Gespräche mit Beschäftigten notwendig, um Konflikt- und Krisensituationen aber auch qualitative Arbeitsanforderungen zu besprechen. Das Betreuungsprinzip in der GiB kommt dabei ohne rehabilitative oder therapeutische Betreuungsmethoden aus. Gerade der Ausschluss solcher Methoden vermeidet »Reha-Druck« und beugt einem krankheits- und defizitorientierten Betreuungsansatz vor.

 
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