Beschäftigung im Zuverdienst

Zuverdienstfirmen bzw. Zuverdienstprojekte sind Unternehmungen, in denen Menschen mit Leistungseinschränkungen einer niedrigschwelligen und in der Regel personenzentrierten Beschäftigung nachgehen können. Zuverdienst bedeutet an dieser Stelle, dass die beschäftigten Menschen für geleistete Arbeit ein kleines Entgelt zusätzlich zur Grundsicherung erhalten. Die Idee der Zuverdienstfirma hat in Deutschland bereits eine lange Tradition. Erste Workshops und Tagungen fanden hierzu bereits zu Beginn der 1990er Jahre statt (...Literaturtipps hier...). Entsprechende Grundsatzpublikationen sind ebenso in dieser Zeit erschienen. In Bremen ist u.a. der § 11 (3) SGB XII die gesetzliche Grundlage eines solchen Beschäftigungsverhältnisses (...hier...) und seit dem 01.01.2005 die Folgeregelung der sogenannten 'Lila Karte' vom 22.07.1999.


Zuverdienstbeschäftigungen sind insofern niedrigschwellig als dass die Beschäftigung in der Regel keine zeitliche Befristung hat, Leistungsschwankungen berücksichtigt werden und es in Abhängigkeit des Beschäftigungsbereiches abgestufte Leistungsanforderungen hinsichtlich der Menge der geleisteten Wochenstunden, der Arbeitsgeschwindigkeit und Produktivität gibt. Angebote sind zumeist formell einfach zugänglich und alle Einsatzorte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Im Zuverdienst gibt es in der Regel keinen 'Reha-Druck' und beschäftigte Menschen können erst einmal so bleiben, wie sie sind. Die Beschäftigungsumgebungen im Zuverdienst bieten gute Rahmenbedingungen für Menschen mit psychischen und seelischen Einschränkungen bzw. Erkrankungen.

 
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