Social Farmers - Umsetzung inklusiver Wirkungspotenziale urbaner Gemeinschaftsgärten




Unser 2jähriges Vorhaben 'Social Farmers' möchte das inklusive Wirkungspotenzial urbaner Stadtgärten nutzen. Ein zentrales Ziel ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie geistigen und seelischen Behinderungen quartiernahe und sozialraumorientierte Teilhabemöglichkeiten zu bieten. Bestehende Stadtgärten (Gemeinschaftsgärten, Urbane Agrikulturen, Internationale Gärten), soziale Träger (Betreutes Wohnen, Beschäftigungsträger, Werkstätten für behinderte Menschen usw.), Wohlfahrtsverbände, kommunale Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und -verwaltung (Behandlungszentren, Gesundheitsämter, Tageskliniken, psychiatrische Krankenhäuser u.ä.) und die Zielgruppe (inklusive der Angehörigenverbände und Selbsthilfegruppierungen) selbst sollen für das Thema sensibilisiert und gemeinsame Umsetzungsschnittstellen geschaffen werden. Im Rahmen von Tagungen und Workshops in deutschen Ballungszentren informieren wir InteressentInnen über Erfahrungen, Praxis, Finanzierung, Nachhaltigkeitsstrategien und Partizipationskonzepte urbaner Gemeinschaftsgärten und Agrikulturen, die dann auf individuelle Situationen transferierbar sind. Mehrtägige Hospitationen im Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg vermitteln gärtnerische und partizipative Praxis eines bestehenden Gemeinschaftsgartens. Begleitend werden Lehrmaterialien und ein Buch erstellt. Das 2jährige Vorhaben wird gefördert mit Mitteln der Aktion Mensch (…hier…).

Tagungen
Auf mehreren Tagungen wird das Konzept vorgestellt und eingeladene ReferentInnen stellen Praxisbeispiele bestehender urbaner Gemeinschaftsgärten sowie den allgemeinen Überbau urbanen Gärtnerns und dessen Inklusionspotential dar.

Workshops
2tägige Workshops werden von mindestens drei ReferentInnen durchgeführt. In diesen soll entsprechendes Fachwissen (mögliche Varianten zur Umsetzung eines Gartenprojektes, Betriebsstrukturen, Hintergründe und Erfahrungen zu Partizipationsstrukturen, Finanzierungsmöglichkeiten, Nachhaltigkeitsstrategien, Freizeit-, Beschäftigungs- und Bildungsqualitäten von Gemeinschaftsgärten) vermittelt werden. Die Beteiligungen lokaler Garteninitiativen an den jeweiligen Veranstaltungsorten bieten InteressentInnen unmittelbare Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten. InteressentInnen haben die Möglichkeit, ihre Ideen und Interessen unmittelbar einzubringen, um so Partnerschaften oder auch eigene Gartenprojekte zu initiieren.

Hospitationen
5tägige Hospitationen bieten InteressentInnen die Möglichkeit, direkt vor Ort Einblicke in Abläufe und Strukturen eines bereits aktiven Gemeinschaftsgartens bzw. einer urbanen Landwirtschaft zu erhalten.






Broschüre 'Inklusiv Gärtnern'







'Inklusiv Gärtnern'
Ein Aufruf zur Kooperation zwischen Urban Gardening Projekten & der Sozialwirtschaft

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Weitere Publikationen

'Der Zuverdienstbetrieb Gemüsewerft in Bremen'

von Michael Scheer

In: Gredig, C. (Hg.) Was tun. Zuverdienst - Chancen und Perspektiven. Psychiatrie-Verlag, Bonn, 2017 (…hier…)


'Von Landwirten zu Stadtwirten'

von Michael Scheer

Soziale Psychiatrie 154 (2016): 25-27 (pdf ...hier…)




Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (2016)

'Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt: Gute Praxis an der Schnittstelle von Umwelt, Gesundheit und sozialer Lage'
(siehe Gemüsewerft Seiten 22-23 als ein Beispiel guter Praxis)

(pdf …hier)

'Teilhabe als Lebensprinzip'

Klarer Kurs 1 (2016): 28-32 (pdf ...hier…)





'Social Farmers: Wie Gärtnern Inklusion erzeugt'
von Michael Scheer

Psychosoziale Umschau 1 (2016): 38-39 (pdf ...hier…)




''Inklusive Gartenarbeit' '
von Michael Scheer

Soziale Psychiatrie 151 (2016): 67 (pdf ...hier…)








Eigene Tagungen und Workshops





TAGUNG
28. Januar 2016
09:30 – 15:45 Uhr
Veranstaltungsort: Union Sozialer Einrichtungen
Oranienstrasse 26 / Berlin-Kreuzberg
Teilnahmegebühr: 35,00 € (inkl. Mittagessen und Pausengetränke), Ermäßigung auf Anfrage

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TAGUNG und WORKSHOP
31. Mai und 01. Juni 2016
11:00-16:45 Uhr bzw. 09:30–16:30 Uhr
Veranstaltungsort: Tapetenwerk (Halle C01)
Lützner Str. 91 / 04177 Leipzig

Teilnahmegebühr: 45,00 € (inkl. Mittagessen und Pausengetränke an beiden Tagen) / Ermäßigung auf Anfrage

FLYER ...hier…


Einladungen auf Tagungen / Workshops

2017

(27.04.17) 'Zuverdienst in der Praxis – Darstellung von aktuellen Beispielen'. Abschlusstagung 'Was tun. Zuverdienst für psychisch kranke Menschen – Chancen und Perspektiven' des Projektes Zuverdienst der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen e.V., Berlin. (...hier…)

(30.03.17) 'Virales Gemüse. Nach außen klotzen – nach innen messen'. 5. Fachtag Arbeit ('Arbeit, Arbeit, nix als Arbeit?!') des Fachausschusses Arbeit und Beschäftigung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V., Hamburg. (...hier…)

(10.03.17) '10 Jahre Zuverdienst: Branchen und Erfahrungen der Bremer Gesellschaft für integrative Beschäftigung'. Niedrigschwellige Arbeitsangebote - Konzepte und Erfahrungen / Jahrestagung Bildung und Arbeit für Menschen mit psychischer Erkrankung, 53° Nord, Frankfurt. (...hier…)

(24.01.17) 'Gemüsewerft Bremen'. Abschlusstagung 'Gärten für die Zukunft – wie können wir handeln?' der Deutschen Umwelthilfe und Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück. (…hier…)

2016

(08.11.16) 'Die Gemüsewerft – ein integratives Beschäftigungsprojekt aus Bremen'. Workshop 'Urbaner Gartenbau – Orte der Zukunft für den Gartenbau' des HortInnova-Forschungsprojektes, WeGa Kompetenznetz Gartenbau e.V., Hochschule Osnabrück. (...hier…)

(05.10.16) 'Urban agriculture 'Gemüsewerft': generating mental health, local food and added values by planting crops within the city limits'. Think Tank „Urban Biodiversity and Health in the Face of Climate Change - Opportunities, challenges and evidence gaps - towards management and policy recommendations“ des Bundesamtes für Naturschutz und European Network of Heads of Nature Conservation Agencies, Insel Vilm. (...hier…)

(27.09.16) 'Die Gemüsewerft: Wie inklusives Gärtnern in der Stadt die Gesundheit fördert'. Tagung 'Gesundheit ist mehr…', Auftaktveranstaltung zu 'Gesunde Quartiere in Bremen und Bremerhaven' der Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e.V. in Bremen. (...hier…)

(01.07.16) 'Die urbane Landwirtschaft als Handlungsfeld für Integrationsprojekte' und 'Hopfenanbau als alternative Anbaumethode und Nischenprodukt in der Stadt'.
Auftaktveranstaltung des Vorhabens 'Urbane Agrikultur im Leipziger Westen' der annalinde gGmbH in Leipzig (Bundesamt für Naturschutz). (...hier…)

(07.06.16) 'Zuverdienstangebote der Bremer gGesellschaft für integrative Beschäftigung mbH'. Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen in Bonn. (...hier…)

(24.05.16) 'Zuverdienstangebote der Bremer gGesellschaft für integrative Beschäftigung mbH'. Fachtag 'Niedrigschwellige Zuverdienstmöglichkeiten für psychisch kranke und behinderte Menschen in Sachsen-Anhalt' des Projektes Zuverdienst der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen in Magdeburg. (...hier…)

(22.03.16) 'Von Zuverdienstbauern, Stadtwirten und Sozialraumfarmern: die Bremer Gemüsewerft.'. Fachtag ' Chance Grün – Sind Gärtnerei und Landwirtschaft WfbM-Arbeitsfelder der Zukunft?' von 53° Nord und Genossenschaft der Werkstätten eG in Kassel. (...hier…)

2015

(06.11.15) 'Die Gemüsewerft – urbane Agrikultur eines sozialen Trägers'. Tagung 'Urbane Agrikultur' der Fachhochschule Osnabrück in Osnabrück. (...hier…)

(27.08.15) 'Urban Gardening: engineering social inclusion'. Workshoppräsentation im Rahmen des Projektes 'Erasmus + Jugend in Aktion: Urban Gardening for Immigrants and others' von ÖkoStadt Bremen e.V. in Bremen

Hospitationen




Hospitation
Woche 1: 03. April bis 07. April 2017
Woche 2: 11. April bis 19. April 2017
Veranstaltungsort: Annalinde gGmbH (…hier…)
Lützner Straße 108 / Leipzig
Teilnahmegebühr: kostenfrei



Hintergrund

Urbane Gemeinschaftsgärten bieten inklusive Sozialräume und ermöglichen freizeit-, bildungs- und arbeitsorientierte Interaktionsräume für Menschen mit und ohne Behinderung. Im Rahmen unseres Vorhabens und zusammen mit unseren Partnern Annalinde Leipzig (…hier…), nomadisch grün gGmbH (Prinzessinnengarten) (…hier…), common grounds e.V. (…hier…), der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gGmbH (…hier…) und Angela Ljiljanic (…hier…) soll es Menschen mit Behinderung ermöglicht werden, durch die Mitarbeit in Gemeinschaftsgärten an der Gesellschaft zu partizipieren.

Zur Erreichung der Projektziele setzt das Vorhaben sowohl auf die Einbindung der Zielgruppen selbst als auch auf Multiplikationseffekte. Neben Privatpersonen sollen soziale Institutionen inspiriert und dabei beraten werden, einen eigenen Stadtgarten umzusetzen, dies im Verbund mit anderen sozialen Institutionen zu realisieren oder sich an bestehende Stadtgärten dauerhaft oder temporär anzugliedern. Es gibt eine Vielzahl an sozialen Trägern, die Bildungs-, Freizeit- und Sportangebote für Menschen mit Behinderung vorhalten, diese jedoch häufig auf die von ihnen betreute Menschen fokussieren. Beispiele sind Träger des Betreuten Wohnens, die Koch- und Gartengruppen betreiben oder Qigongkurse für ihre NutzerInnen anbieten, oder auch soziale Träger mit (Fort-) Bildungsangeboten (bspw. Werkstätten für behinderte Menschen). Solche Angebote können in Gemeinschaftsgärten verlegt bzw. mit solchen verflochten werden. Eine Kochgruppe könnte den eigenen Gemüsebedarf selbst in einem Garten ziehen und eine Gartengruppe könnte auf diese Weise mit nicht-behinderten Menschen in einem Stadtgarten gärtnern. Zum anderen sollen bestehende Stadtgärten animiert werden, sich für Kooperationen im Rahmen der Behindertenhilfe zu öffnen. Ähnlich wie die Gemüsewerft könnte sich ein bestehender Garten zum niedrigschwelligen Beschäftigungsort im Zuverdienst entwickeln oder Aussenarbeitsplätze der Werkstatt für behinderte Menschen anbieten.

 
Anmeldung